Studentische Beiträge: Judaistik

Genizafunde in Deutschland
von Anett Gottschalk
In der heutigen Zeit werden immer häufiger Genizot geborgen. Es wird bei Restaurierungen genauer darauf geachtet, dass nicht versehentlich etwas vernichtet wird. Auf diese Weise entstand ein großer Fundkomplex, dem im Moment noch nicht genügend Aufmerksamkeit gewidmet werden kann. Wo sind in Deutschland Genizot gefunden worden und welche Bedeutung haben diese Funde? [Weiterlesen]

Geniza heute
von Tatjana Meisler
Seit Jahrhunderten werden in jüdischen Gemeinden Schriften, welche den Gottesnamen enthalten (können) und deshalb nach religiöser Vorschrift nicht vernichtet werden dürfen, in einem speziell dafür vorgesehenen Ort, einer sogenannten Geniza (dt. Lager, Versteck) gesammelt, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Das religiöse Gebot sieht vor, dass die Schriftstücke aufbewahrt werden. Heute gibt es unterschiedliche Formen von Genizot: während ältere Synagogen häufig immer noch über eine separate Kammer verfügen, benutzen moderne Gebetshäuser eine Truhe oder eine andere Art der Ablage als Geniza, welche alle paar Jahre geleert und deren Inhalt anschließend am örtlichen jüdischen Friedhof begraben wird. In Israel finden sich zahlreiche öffentliche Genizot in Form von entsprechend ausgezeichneten Containern, welche eine vorschriftsmäßige Entsorgung von veralteten oder unbrauchbar gewordenen religiösen Schriften und rituellen Gegenständen ermöglichen. Dieser Beitrag erläutert das religiöse Gebot einer Geniza und veranschaulicht an verschiedenen Beispielen seine Umsetzung in unserer heutigen Zeit, insbesondere in Deutschland. [Weiterlesen]

Geniza-Fragmente
Die Studierenden haben im Verlauf des Semesters selbständig ausgewählte Beispiele von Genizafragmenten aus Wohra und Altenschönbach bearbeitet. Dabei handelt es sich ausschließlich um unbearbeitete und unpublizierte Texte, die die Studierenden sachkundig identifiziert sowie judaistisch und historisch-kulturwissenschaftlich eingeordnet haben:
Gebetsliteratur
- Seder tefilla von Silvia Reis
- Siddur von Anett Gottschalk
- Siddur-Fragmente zu Yom Kippur Qatan von Horst Kuhli
- Prager Maḥzor zu Sukkot von Horst Kuhli
- Siddur aus dem 19. Jahrhundert von Thomas Kupfer
- Siddur von Julie Grothgar
Musar
- Qiṣṣur Shne Luḥot HaBrit von Thomas Kupfer
Bucheinband
- Bucheinband von Anett Gottschalk
Kalender
- Kalender von Silvia Reis
Handschriften
- Schülerarbeit von Julie Grothgar
- Strafarbeit von Julie Grothgar
- Schreibübung von Rebecca Sebbagh
- Schreibübung/Strafarbeit von Tatjana Meisler
Briefe
- Brief von Julia Nagel
Deutsche Zeitung
- Deutsche Zeitung von Tatjana Meisler
Bildnachweise
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